Mittwoch, 9. April 2008

Erste Eindrücke zur Lektüre von Alija

Als ich den Titel des Buches zum ersten Mal gehört habe, fragte ich mich, was vorkommen wird. Ich konnte mir nichts wirklich vorstellen, also begann ich mal zu lesen. Nach den ersten paar Seiten war ich ziemlich schockiert und habe mich gefragt, was das soll. Es passiert rein gar nichts, die Sätze sind elend lang und es wiederholt sich alles. Die Motivation, weiter zu lesen, war ziemlich klein. Doch zu meinem Erstaunen erfuhr man mit der Zeit trotzdem noch einige Sachen über die Familie und danach war meine Einstellung dem Buch gegenüber besser geworden.

Zur Familie hat Martina schon ziemlich viel gesagt. Es ist einfach erschreckend, wenn man liest, dass sich eine Familie so dem Vater anpassen muss. Wenn er auf Dienstreisen ist, kann die Familie tun und lassen, was sie will und es geht ihr besser als sonst. Die Erzählerin spürt eine ziemliche Wut auf ihren Vater (siehe S. 21, Z. 13 - 17) und der Bruder leidet unter der Idealvorstellung einer Familie, die der Vater besitzt. Auf Seite 23 kann man die Verzweiflung und sogar den Hass der Familie auf den dominanten Vater sehen. Ja, wenn sich die Kinder sogar wünschen, dass er nie mehr zurück kommt, muss man sich mal überlegen, was dieser Mann wohl alles falsch gemacht hat. Sie haben richtig Angst vor ihm und so etwas sollte es wirklich nicht geben. Der Vater wird als sehr intelligente Person dargestellt, aber er braucht auch immer die Bestätigung von anderen. Seine Kinder müssen fast ein Abbild von ihm sein, sonst ist er entäuscht. Nach aussen müssen sie auch einen guten Eindruck hinterlassen und respektvoll sein. Auf Seite 33 (unten) erfährt man noch, dass diese Familie zusammenbrechen wird.

Die Form, in der man all diese Sachen erfährt, ist neu für mich und geschickt gemacht. Doch es ist sehr kindlich geschrieben und die langen Sätze sind mühsam zu lesen. Doch dank diesen einfachen Sätzen kommt man schnell vorwärts, was sicherlich ein positiver Aspekt dieses Buches ist.

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