Sonntag, 27. April 2008

Zweite Eindrücke von Martina

Im Abschnitt bis Seite 74 sind mir weitere merkwürdige Dinge aufgefallen. Es ist schon sehr seltsam, dass der Vater die Wohnzimmertür zuschliesst, bevor er Kognac trinkt und seine Kinder ausfragt.

Die Vorstellung, dass die Zukunft der Kinder in Form einer Briefmarkensammlung im Wohnzimmerschrank liegt, finde ich doch recht seltsam. Ebenfalls, dass die Mutter scherzt, dass die Zukunft der Kinder sie ruiniert. Es ist irgendwie komisch wie die Familie mit der Briefmarkensammlung (beziehungsweise der Zukunft der Kinder) umgeht.

Der Vater macht ein riesen Drama aus den Zeugnisnoten. Er behauptet eine 1 von heute sei früher höchstens eine 4 wert gewesen. Ausserdem denkt er, dass die heutigen Schulen kein systematisches Denken mehr vermitteln, sondern ein Oberflächenwissen, was seiner Meinung nach schlecht sei. Der Bruder, der nicht sehr gut ist in der Schule, fürchtet sich jedesmal nach Hause zu kommen, wenn es Zeugnisse gibt. Das finde ich sehr schlecht.

Die Ansichten eines guten Sonntags, die der Vater pflegt, finde ich einfach absurd. Wegen eines trockenen Bratens so einen Aufstand zu machen ist schon fast krank. Ausserdem ist es beängstigend, wie er die Familie im Griff hat. Niemand traut sich auch nur etwas zu sagen, obwohl alle anderer Meinung sind. Niemand darf sich äussern oder sagen, dass ihm etwas nicht passt. Dann ist sofort Schluss. Ich finde den Vater mittlerweile immer abstossender. Er bestimmt einfach alles. Schlimm finde ich, dass sich die Kinder seinetwegen in die pralle Sonne legen, obwohl sie wissen, dass sie einen Sonnenbrand bekommen. Und dann quält er sie auch noch mit Zitronensaft.

In diesem Abschnitt des Buches ist mir vor allem der Vater immer negativer aufgefallen. Es ist einfach nur tragisch, was er mit seiner Familie anstellt. Auch dass er über diesen Witz mit der Mauer so lacht, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich hoffe, dass die Familie bald merkt, was für ein Scheusal er ist.

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